Syros
Σύρος
Die elegante Gräfin der Kykladen
Wer an die Kykladen denkt, hat meist sofort die typischen weiß-blauen Postkartenmotive von Mykonos oder Santorini im Kopf. Doch mitten im Herzen dieser Inselgruppe liegt ein echter Geheimtipp, der völlig aus der Reihe tanzt: Syros. Die Insel, die auch liebevoll als „Gräfin der Ägäis“ bezeichnet wird, besticht nicht durch typisch dörfliche Schlichtheit, sondern durch majestätische neoklassizistische Architektur, eine faszinierende Doppelidentität und lebendige, authentische Kultur abseits des Massentourismus.
Geografische Lage: Das schlagende Herz der Kykladen
Syros liegt rund 144 Kilometer (ca. 78 Seemeilen) südöstlich von Athen im zentralen Ägäischen Meer. Mit einer Fläche von knapp 84 Quadratkilometern ist sie zwar relativ klein, nimmt geografisch jedoch die absolute Schlüsselposition ein: Sie bildet das geografische Zentrum der Kykladen und ist umgeben von bekannten Nachbarinseln wie Andros, Tinos, Mykonos, Paros und Naxos, sowie im Westen von Kythnos und Kea.
Die Bedeutung der Insel: Hauptstadt und Kulturzentrum
Syros ist keine verschlafene Urlaubsinsel – sie ist das administrative, wirtschaftliche und kulturelle Verwaltungszentrum der gesamten Kykladen sowie der Region Südliche Ägäis.
Ihre größte Besonderheit verdankt sie der Geschichte: Während der griechischen Revolution im 19. Jahrhundert strömten Flüchtlinge aus ganz Griechenland hierher und bauten die Hauptstadt Ermoupoli auf, die rasch zum wichtigsten Handels- und Schiffszentrum des Landes aufstieg – zeitweise sogar bedeutender als der Hafen von Piräus. Bis heute prägt diese reiche Epoche das Stadtbild mit prachtvollen, mehrstöckigen Herrenhäusern aus Marmor.
Zudem fasziniert Syros durch ein einzigartiges, harmonisches Zusammenleben der Religionen: Auf zwei markanten Hügeln thronen eine orthodoxe und eine katholische Kathedrale friedlich nebeneinander und prägen das unverwechselbare Panorama der Insel.
Die wichtigsten Highlights auf einen Blick
Ermoupoli: Die neoklassizistische Hauptstadt mit dem majestätischen Rathaus am Miaouli-Platz, dem Apollon-Theater (einer Miniatur der Mailänder Scala) und dem eleganten Reichenviertel Vaporia, wo die Villen direkt ins Meer abzufallen scheinen.
Ano Syros: Das mittelalterliche, katholisch geprägte Viertel auf dem linken Hügel. Ein autofreies Labyrinth aus engen Gassen, Steinhäusern und steilen Treppen, das wie eine Reise in die venezianische Vergangenheit der Insel wirkt.
Kini & Galissas: Malerische Fischerdörfer an der Westküste, die mit feinen Sandstränden, kristallklarem Wasser und den schönsten Sonnenuntergängen der Insel locken.
Ano Meria: Der unberührte, bergige Norden der Insel. Ein karges Naturparadies, das sich perfekt für Wanderungen zu abgelegenen Buchten wie Grammata eignet.

Ermoupoli - Ερμούπολη
Die aristokratische Königin der Kykladen
Ermoupoli ist nicht nur die Hauptstadt der griechischen Insel Syros, sondern zugleich das Verwaltungszentrum der gesamten Inselgruppe der Kykladen. Benannt nach Hermes, dem Gott des Handels und der Boten, unterscheidet sich Ermoupoli stark von den typischen, weiß gekalkten Kykladendörfern:
Die Stadt besticht durch imposante neoklassizistische Architektur, prunkvolle Herrenhäuser und eine reiche Kulturgeschichte.
Mit rund 11.000 bis 12.000 Einwohnern ist Ermoupoli eine der wenigen Kykladenstädte, die das gesamte Jahr über von voller Vitalität geprägt sind.



Der mit Tinos-Marmor gepflasterte Miaoulis-Platz bildet das Herzstück des gesellschaftlichen Lebens. Dominieren wird der Platz vom gewaltigen Rathaus von Ermoupoli, einem Meisterwerk des berühmten Architekten Ernst Ziller.
Jeder Besucher sollte sich die Zeit nehmen, das Treiben auf dem Platz von einer der Stufen zum Rathaus in Ruhe zu beobachten. Regelmäßig treffen sich hier auch größere Gruppen wie Schulklassen oder Hochzeitsgesellschaften.
Im Seitenflügel des Rathauses untergebracht, zeigt es bedeutende Artefakte der frühen Kykladenkultur.
Das Nobelviertel Vaporia („Schiffe“) zieht sich direkt an der Felsküste entlang. Die herrschaftlichen Kaufmannsvillen mit ihren holzgeschnitzten Türen und Marmorbalkonen erwecken den Eindruck, als würden sie direkt im Meer verankert sein.
Die mit einer markanten blauen Kuppel verzierte Kathedrale Aghios Nikolaos prägt die Silhouette des Vaporia-Viertels. Der Innenraum fasziniert durch aufwendige Marmorarbeiten, wertvolle Ikonen und vergoldete Schnitzereien.

Die Bewohner von Ermoupoli leben nicht primär vom Sommertourismus. Das städtische Leben wird von Beamten, Studenten, Werftarbeitern, Händlern und Künstlern geprägt.
Durch die historische Rolle von Syros als Zufluchtsort während der Griechischen Revolution (ab 1822) siedelten sich Kaufmannsfamilien aus Chios, Psara und anderen Inseln an. Zudem prägt das friedliche Nebeneinander von orthodoxen und katholischen Christen die Gesellschaft der Stadt.
Der Tourismus auf Syros und insbesondere in Ermoupoli hat einen völlig anderen Charakter als auf Nachbarinseln wie Mykonos oder Santorini. Ermoupoli ist also kein Ort für All-Inclusive-Ressorts oder Massentourismus. Besucher schätzen die unaufgeregte, echte griechische Atmosphäre.


Entlang der Hafenpromenade und in den Marmorgassen laden Kafenions, Tavernen und moderne Bars zum Verweilen ein. Zu den kulinarischen Spezialitäten zählen Loukoumi (Gelee-Süßigkeit mit Rosenwasser oder Pistazien) und Halvadopita (Nougat-Oblaten-Spezialität).
Ano Syros - Άνω Σύρος
Ano Syros – Das mittelalterliche Herz der Insel
Während das unten gelegene Ermoupoli von stolzer neoklassizistischer Architektur geprägt ist, thront oberhalb der Hafenstadt die historische Festungssiedlung Ano Syros (Ober-Syros). Im 13. Jahrhundert von den Venezianern gegründet, wirkt der Ort wie ein Zeitzeugnis des Mittelalters: Ein dicht verwobenes Labyrinth aus strahlend weiß gekalkten Häusern, engen Gassen, überdachten Durchgängen (Kastro) und steilen Treppen, das einst dem Schutz vor Piratenangriffen diente.
Ano Syros unterscheidet sich kulturell und religiös deutlich von vielen anderen Kykladenorten.
Während Griechenland überwiegend orthodox geprägt ist, bildete Ano Syros über Jahrhunderte ein Zentrum des katholischen Glaubens im Ägäischen Raum. Ein Großteil der rund 1.500 Einwohner gehört bis heute der katholischen Kirche an.
Die Bewohner pflegen ihre Traditionen und halten die ruhige, dörfliche Atmosphäre aufrecht. Kraftfahrzeuge können die engen Gassen nicht befahren; Güter und Einkäufe werden meist zu Fuß transportiert.
Auf der höchsten Spitze des Hügels steht die katholische Kathedrale Agios Georgios (San Giorgio). Sie stammt im Kern aus dem 13. Jahrhundert und bildet die Bischofskirche des katholischen Bistums Syros. Der Vorplatz bietet den beeindruckendsten Panoramablick der gesamten Insel.
Ano Syros erwacht besonders am späten Nachmittag und Abend zum Leben:
Tavernen & Bouzouki: In den engen Gassen und auf kleinen Plätzen laden traditionelle Tavernen und Kafenions ein. Oft wird dort bis tief in die Nacht Live-Rembetiko-Musik gespielt.
Kunsthandwerk: Kleine Werkstätten verkaufen handgefertigten Schmuck, Keramik und lokale Spezialitäten.

Der historische Treppenweg von Ermoupoli nach Ano Syros
Der Weg von der Hafenstadt hinauf nach Ano Syros ist mehr als ein bloßer Aufstieg – er ist ein fließender Übergang zwischen zwei Epochen.
Von den Marmorgassen Ermoupolis führt die historische Treppe stetig bergauf. Mit jedem Schritt lässt man das geschäftige Treiben des Hafens hinter sich. Entlang des Weges bieten kleine Absätze und Terrassen spektakuläre Ausblicke auf die Dächer von Ermoupoli, die Hafeneinfahrt und die im Ägäischen Meer liegenden Nachbarinseln.
Aufgrund der Hitze empfiehlt sich der Aufstieg am frühen Morgen oder vor dem Sonnenuntergang. Wer den steilen Weg scheut, kann auch einen Bus oder ein Taxi bis zu den oberen Toren von Ano Syros nehmen und von dort aus entspannt hinabsteigen. Hier gibt es außerdem einige Parkplätze.
Kini - Κίνι
Loutra liegt im nordöstlichen Teil der Insel und ist einer der malerischsten Küstenorte.
Der Name "Loutra", der wörtlich "Bäder" bedeutet, deutet bereits auf die berühmteste Attraktion des Ortes hin. Loutra besitzt einen charmanten, geschützten Hafen, in dem Fischerboote und Segelyachten gleichermaßen ankern. Entlang der Bucht erstrecken sich zwei schöne Strände (Paralia Loutra und etwas weiter im Norden Paralia Schirani), die zum Baden einladen, und dem Hafenbereich, der von Tavernen und Cafés gesäumt wird. Die Atmosphäre ist hier spürbar entspannter und ruhiger als in der Chora, was Loutra zu einem idealen Ziel für Urlauber macht, die Erholung suchen, aber dennoch die Annehmlichkeiten eines gut organisierten Küstenortes genießen möchten. Der Ort verbindet auf elegante Weise maritime Tradition mit modernem Komfort.
Die Hauptattraktion von Loutra und der Grund für seinen Namen sind die natürlichen, heißen Thermalquellen, die direkt im Ort entspringen. Das mineralreiche Wasser (reich an Eisen und Schwefel) strömt aus zwei Hauptquellen: der Quelle Agioi Anargyroi und der Quelle Kakavos. Diese Quellen, die bereits in der Antike bekannt waren und während der Herrschaft von König Otto I. im 19. Jahrhundert modernisiert wurden, gelten als heilend und ziehen jährlich zahlreiche Touristen und Kurgäste an. Das Besondere: Das warme, therapeutische Wasser fließt durch den halben Ort in ein natürliches Becken am Strand, wo es sich mit dem kühleren Meerwasser vermischt. Besucher können hier buchstäblich im Meer sitzen und gleichzeitig die wohltuende Wirkung des heißen Quellwassers genießen – ein einzigartiges Erlebnis, das Loutra zu einem unverzichtbaren Stopp auf Kythnos macht.

Weitere Highlights auf Syros
Dryopida
Δρυοπίδα
Dryopida gehört zu den malerischsten und traditionellsten Dörfern der Insel. Eingebettet zwischen zwei Hügeln im südlichen Teil der Insel, lädt dieser Ort dazu ein, in das authentische kykladische Leben einzutauchen und eine einzigartige Atmosphäre zu erleben.
Was Dryopida so besonders macht, ist seine einzigartige Architektur. Im Gegensatz zu den typisch weißen Häusern vieler Kykladenorte, dominieren hier ziegelgedeckte Dächer. Diese Tradition geht auf die einheimischen Handwerker zurück, die als Dachdecker in Athen tätig waren und ihr Können in ihren Geburtsort zurückbrachten.
Trotz seiner Attraktivität hat sich Dryopida seinen entspannten und echten Lebensstil bewahrt. Hier findet man charmante Tavernen und Cafés in den Gassen, in denen man die köstliche lokale Küche und den berühmten Thymianhonig von Kythnos probieren kann. Der Ort bietet die perfekte Mischung aus kultureller Entdeckung und ruhiger Erholung – ein idealer Ausgangspunkt, um die nahegelegenen Strände und die gesamte Insel zu erkunden.
Dryopida wartet darauf, von Ihnen entdeckt zu werden!
Katafyki-Höhle: Eines der beeindruckendsten Naturwunder der Insel liegt in unmittelbarer Nähe des Ortes. Die Katafyki-Höhle ist eine riesige Kalksteinhöhle mit Stalaktiten und Stalagmiten, die in der Antike als Eisenmine und in Notzeiten als Zufluchtsort diente. Ein Besuch ist ein faszinierendes Erlebnis.
Kanala
Κανάλα
Kanala ist ein kleiner, bezaubernder Ort, der auf einer grünen, felsigen Landzunge im südlichen Teil der Insel thront. Er ist vor allem durch seine berühmte Kirche bekannt und bietet einige der schönsten Ausblicke und Strände von Kythnos.
Das Herz von Kanala ist die prächtige Wallfahrtskirche Panagia Kanala (Mariä Himmelfahrt).
In dieser Kirche wird die wundersame Ikone der Jungfrau Maria (Panagia) verehrt, die der Überlieferung nach an dieser Stelle im Kanal (daher der Name "Kanala") zwischen Kythnos und Serifos gefunden wurde.
Die strahlend weiße Kirche mit den traditionell blauen Akzenten ist ein herausragendes Beispiel kykladischer Kirchenarchitektur. Sie bietet von ihrem Vorplatz aus einen atemberaubenden Panoramablick auf das Meer und die gegenüberliegende Insel Serifos. Besonders zur Dämmerung ist der Anblick unvergesslich.
Der Ort ist besonders am 15. August, dem Fest Mariä Himmelfahrt, ein wichtiges Ziel für Pilger, wenn große Feierlichkeiten stattfinden.
Kanala ist auch der Ausgangspunkt für einige der malerischsten Strände der Insel, die alle ihren eigenen Charakter haben:
Megali Ammos (Großer Sand): Direkt unterhalb der Kirche gelegen, ist dies ein langer Sandstrand mit kristallklarem Wasser und Tavernen in der Nähe. Er ist gut organisiert und ideal für Familien.
Antonis Beach: Etwas ruhiger und weniger erschlossen, bietet dieser Strand eine entspannte Atmosphäre.
Ambouaki: Eine weitere schöne Bucht in der Umgebung, bekannt für ihr ruhiges, türkisfarbenes Wasser.
Obwohl Kanala während der Hochsaison belebter ist, strahlt es eine tiefe Ruhe und Friedlichkeit aus. Die wenigen traditionellen Häuser, die kleinen Fischerboote im Hafen und der Duft des Salzes schaffen eine Atmosphäre, die zum Verweilen und Genießen einlädt. Es ist der perfekte Ort, um nach einem Tag am Strand in einer der örtlichen Tavernen frischen Fisch zu genießen, während die Sonne über der Ägäis untergeht.
Kanala ist mehr als nur ein Dorf – es ist ein Erlebnis, das die Schönheit der Kykladen in ihrer reinsten Form einfängt.
Mein ganz besonderer Tipp gilt hier dem Restaurant Ofiousa (Οφιουσα). Der Wirt ist ein wahrer Künstler: Aus Strandgut, alten Möbeln und Verpackungen zaubert Giannis wunderschöne Dekorationsobjekte, die man in jedem Winkel der Taverne bestaunen kann. Unter anderem hat er mir einen Blumenstrauß gezeigt, deren Blüten aus geleerten Kaffeekapseln geformt wurden, oder niedliche kleine Häuser aus Europaletten. Zudem ist hier auch das Essen sehr zu empfehlen, ganz zu schweigen von der grandiosen Aussicht von der Terrasse. Ein Ort, den man in Erinnerung behält.
Die Taverne befindet sich an der Hauptstraße in Kanala, auf der rechten Seite etwa 200 vor dem Parkplatz am Ende der Straße.
Die schönsten Strände an der Westküste
Episkopi
Παραλία Επισκοπή
In der ersten größeren Bucht nördlich vo Hafen Merichas liegt der bewirtschaftete Episkopi Strand. Er ist sowohl leicht zugänglich als auch ein beliebter Treffpunkt für Einheimische und Besucher.
Der Strand zeichnet sich durch seinen langen, feinen goldenen Sand aus. Das Wasser ist kristallklar und oft flach, was ihn zu einem idealen Ort für Familien mit Kindern macht.
Wegen der geschützten Lage ist der Strand gut vor den manchmal stärkeren Ägäis-Winden (Meltemi) geschützt, was das Schwimmen und Entspannen besonders angenehm macht.
Badegäste finden hier eine Strandbar oder Taverne, die für Erfrischungen und Snacks sorgt. Trotz der Beliebtheit bleibt die Atmosphäre entspannt.
Entlang des Strandes spenden einige Tamariskenbäume willkommenen, natürlichen Schatten, eine Seltenheit, die viele Sonnenanbeter zu schätzen wissen.
Die Bucht eignet sich hervorragend für Wassersportarten wie Seekajakfahren oder SUP (Stand-Up Paddling), und es werden sogar spezielle Yoga-Erlebnisse auf dem Wasser angeboten.
Der Episkopi Strand ist ein wunderbarer Ort, um einen entspannten Tag am Meer zu verbringen, das klare Wasser zu genießen und die malerische Aussicht auf die umliegenden kykladischen Häuser und die Bucht zu bewundern. Er bietet eine perfekte Mischung aus Komfort und natürlicher Schönheit.
Paralia Apokrousi
Παραλία Απόκρουση
Der Apokrousi Strand ist einer der größten Sandstrände auf Kythnos. Ebenfalls nördlich des Hafens von Merichas gelegen, ist er leicht zugänglich und bietet eine beeindruckende Mischung aus natürlicher Schönheit und friedlicher Abgeschiedenheit.
Die Bucht liegt eingebettet in eine sanfte Hügellandschaft. Vom Strand aus hat man einen herrlichen Blick auf die Umgebung und das tiefe Blau der Ägäis.
Apokrousi zeichnet sich durch seine bemerkenswerte Länge aus, die ihm eine angenehme Weite und Raum verleiht. Selbst in der Hochsaison fühlt er sich selten überlaufen an.
Der Strand besteht aus feinem, goldgelbem Sand und das Meer ist flach abfallend, was die Bucht ideal für entspanntes Schwimmen und sicheres Spielen für Kinder macht. Das Wasser glänzt in wunderschönen Türkistönen.
Obwohl Apokrousi insgesamt sehr naturbelassen ist, findet man im zentralen Bereich eine kleine, traditionelle Taverne und gelegentlich einige Sonnenliegen und Sonnenschirme. Der Großteil des Strandes bleibt jedoch unorganisiert und bietet Raum für alle, die ihre eigene Ausrüstung mitbringen und Ruhe suchen.

Kolona Beach
Παραλία Κολώνα
Eine natürliche Landzunge der Schönheit
Der Kolona Strand ist zweifellos das berühmteste und eines der spektakulärsten Naturphänomene auf der Insel Kythnos und in der gesamten Ägäis. Dieser einzigartige Strand ist ein Muss für jeden Besucher und bietet ein unvergessliches Erlebnis.
Kolona ist kein gewöhnlicher Strand, sondern eine schmale Sandzunge (Tombolo), die das Festland von Kythnos mit der vorgelagerten kleinen Insel Agios Loukas verbindet.
Das Besondere an Kolona ist, dass man hier gleichzeitig an zwei verschiedenen Stränden baden kann – zu beiden Seiten der Landzunge. Je nach Wind und Wellengang kann man so immer die ruhigere Seite wählen. Der Sandstreifen selbst besteht aus feinem, hellgoldenem Sand, der sanft ins kristallklare, türkisfarbene Wasser abfällt.
Die unberührte Natur, das leuchtende Wasser und die karge Kykladen-Vegetation auf der kleinen Insel Agios Loukas bilden eine atemberaubende Postkarten-Kulisse.
Die Schönheit von Kolona geht mit seiner Abgeschiedenheit einher, was seine Erreichbarkeit zu einem wichtigen Aspekt der Reiseplanung macht.
Taxiboote: Vom Hafen Merichas aus verkehren in der Hochsaison kleine Taxiboote oder Wassertaxis, die Badegäste direkt zur Kolona-Bucht bringen. Die Fahrt ist kurz (ca. 10–15 Minuten) und bietet schon auf dem Weg herrliche Ausblicke auf die Küste.
Vorteil: Man kommt entspannt und ohne Mühe am Strand an.
Auf dem Landweg: Der Zugang über Land ist herausfordernd, abenteuerlich und nur mit den richtigen Fahrzeugen empfehlenswert.
Die Straße, die vom Apokrousi Strand weiter nach Kolona führt, ist ein unbefestigter Schotterweg. Ein Geländewagen (4x4) oder ein Quad ist für diese Strecke dringend zu empfehlen. Das Fahren mit einem normalen Mietwagen kann schwierig und riskant sein und wird oft von den Verleihfirmen vertraglich untersagt.
Die Fahrt ist langsam und holprig. Insbesondere nach starkem Regen kann der Weg in sehr schlechtem Zustand sein.
Im Sommer 2025 bin ich hier in draufgängerischer Manier mit einem kleinen Seat vorgefahren - das ging, aber ich würde es weder nochmal machen noch irgendjemandem empfehlen, es nachzumachen...
Wichtig: Der Kolona Strand ist komplett unorganisiert. Es gibt hier weder Tavernen noch Sonnenschirme. Besucher müssen alles Notwendige (Wasser, Snacks, Sonnenschutz) selbst mitbringen, um den Tag genießen zu können.








































