Agistri
Αγκίστρι

Die mit Abstand häufigste und bequemste Route nach Agistri ist die direkte Fährverbindung vom Hafen Piräus in Athen. Je nach Schiffstyp (konventionelle Fähre oder Schnellboot/Flying Dolphin) dauert die Überfahrt zwischen 50 Minuten und 1,5 Stunden. Die konventionellen Autofähren legen meist im Hafen Skala an, während die Schnellboote oft den Hafen Megalochori (Myli) anlaufen.
Alternativ besteht eine sehr kurze und häufige Verbindung zur benachbarten, größeren Insel Ägina, von wo aus die Überfahrt nach Agistri nur etwa 15 bis 20 Minuten dauert.
Mehr als nur ein Tagesausflug
Agistri ist mit ihren etwa 14 Quadratkilometern Fläche etwas kleiner als die ostfriesische Insel Juist. Sie lebt hauptsächlich von Tagestouristen: Besucher, die einen Abstecher von der Nachbarinsel Ägina unternehmen oder solche, die für einen Tag der Festland-Hektik entfliehen möchten. Wer es einrichten kann, dem empfehle ich eine oder zwei Übernachtungen in einem der schönen und oft günstigen Hotels in Skala. In den kleinen Orten der Insel herrscht nach dem Ablegen der letzten Fährschiffe eine unglaubliche Ruhe, die man erlebt haben muss!
Je nach Fährverbindung legt man entweder in Skala oder Megalochori an. Welcher Hafen es tatsächlich ist, spielt im Grunde keine Rolle, denn beide Anleger sind lediglich etwas mehr als zwei Kilometer voneinander entfernt. Ein Auto benötigt man hier nicht: Die Insel ist klein und wegen der vielen Tagesausflügler gibt es eine Vielzahl an Mietstationen für eBikes. Ein herkömmliches Mountainbike ohne Hilfsmotor habe ich allerdings vergeblich gesucht.
Ein gut gewartetes eBike kostet pro Tag etwa 15 Euro. Gute Erfahrungen habe ich mit "PANOU RENT E BIKE" gemacht: Ein ausgesprochen netter Inhaber, der auch viele individuelle Tipps für eine Rundfahrt über die kleine Insel parat hat.
Eine Fahrradtour über die Insel
Sobald man mit seinem Fahrrad die Hauptorte verlassen hat, wird die Insel leicht hügelig. Das sollte aber für alle Besucher mit gut aufgeladenen eBike-Akkus kein Problem sein. Ungeübte Radfahrer sollten sich unbedingt vor der Fahrt mit den Bremsen ihres Bikes vertraut machen, denn wo es bergauf geht, geht es immer auch wieder bergab - den Bremsen kommt dabei eine immense Bedeutung zu.
Skala
Skala ist ein einladender kleiner Hafenort mit vielen Restaurants, Bars und Hotels. Hier lohnt es sich, zu Fuß durch die Straßen zu schlendern und nicht gleich mit dem geliehenen Fahrrad loszufahren. Wer hier schon an den Strand gehen möchte, der findet zwei bewirtschaftete Strandabschnitte: In unmittelbarer Nähe des Hafens an der Marina und am nördlichen Ende des Dorfes. Die Strände sind schön, für ein reines Badeerlebnis bietet Agistri jedoch weitaus spektakulärere Spots!

Megalochori
Auch Megalochori ist einen Abstecher wert. Der Ort selbst ist kleiner als Skala und bietet weniger Infrastruktur: Nur eine kleine Anzahl an Bars und Tavernen sind an der Promenade zu findet. Hotels und Apartments sind jedoch insbesondere in der Ortsmitte in ausreichender Anzahl vorhanden. Die kleinen, verwinkelten Gassen laden zu einem Spaziergang ein. Einen schönen Strand bietet Megalochori dagegen nicht.

Paralia Dragonera
Sofern man Agistri mit seinem Fahrrad von Skala kommend gegen den Uhrzeigersinn umrundet, erreicht man als nächstes mögliches Ziel den Strand (="Paralia") von Dragonera. Von der Hauptstraße geht es rechts ab, die Straße führ in wenigen Serpentinen hinab zum Ufer.
Der Kiesstrand ist naturbelassen, es gibt keine Liegen, keine Bar oder Kiosk. Wer hier einen Badestopp einlegt, sollte sich vorher mit Trinkwasser eindecken.

Paralia Aponisos
In dem kleinen Ort Limenaria teilt sich die Straße. Von her aus sollte man unbedingt einen Abstecher nach Aponisos einlegen. Es gibt einen Kiosk am Waldrand, der auch Liegen im Schatten vermietet (2025: 5 Euro pro Liege). Die kleine Bucht von Aponisos lädt zum Baden und Schnorcheln ein: Das klare, türkisblaue Wasser ist traumhaft. Allerding muss man zunächst über ein paar kleinere Felsen klettern, um ins Wasser zu gelangen. Die benachbarte Insel "Aponisos Island" ist in Privatbesitz, man kann sie über einen Steg und gegen 5 Euro Eintrittsgebühr betreten. Auch dort gibt es einige Strandliegen sowie ein Restaurant.

Limenaria
Der Ort Limenaria gilt als Knotenpunkt in verschiedene Richtungen. Neben einer Taverne, einem kleinen Supermarkt und einer Kirche gibt es hier kaum etwas zu entdecken. Wer hier allerdings am Supermarkt vorbei in Richtung Küste geht, erreicht nach wenigen Metern einen der schönsten Spots der Insel: Mariza!

Paralia Mariza
Mariza ist zwar in vielen Karten als Strand markiert, ist aber eigentlich eine wunderschöne Bucht mit Felsen, auf denen man auch liegen kann. Das eigentliche Highlight ist aber das Wasser: Es ist unglaublich klar, das Schwimmen und Schnorcheln wird hier zu einem ganz besonderen Erlebnis. Durch das einfallende Sonnenlicht schimmert das Wasser in allen denkbaren Blautönen. Von einem der größeren Felsen, der auch als Liegeplattform dient, gibt es eine Metalltreppe, die ins Wasser führt. Wer das Glück hat, hier einen Platz zu finden, sollte hier unbedingt einen Moment verweilen und ins Wasser gehen.









